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News 2019

modular - Wettbewerbsgewinner des öffentlichen Bauvorhabens der Gemeinde Vöran zur Sanierung der "Leadner Alm":

Beim offenen Verfahren über die EU-Schwelle kam es vor allem auf die Qualität und Referenzen an, die die Teilnehmer zu bieten hatten…
Referenzen mussten vorgestellt und beschrieben werden, die Qualität des Planungsbüros wurde mittels verschiedener Bewertungskriterien, von einer unabhängigen technischen Kommission bewertet.
Wir sind glücklich und freuen uns Euch mitteilen zu können, dass wir im Bereich der Qualität punkten und namhafte Planungsbüros hinter uns lassen konnten. 

Haben Sie ein ähnliches Bauvorhaben geplant? Wenn ja würden wir uns freuen, Ihnen mit unserem "Know-how" zur Seite zu stehen und Sie durch sämtliche  Projektphasen zu begleiten.
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Ausgabe 04/2019

Feuchtigkeit - ein immer wieder auftauchendes Thema in der Baubranche.
Was kann man dagegen machen? Hier ein paar wichtige Infos dazu:

Wasser kennt viele Wege, um in das Gebäude zu gelangen. Die Abdichtung gegen das Erdreich ist daher eine Disziplin, die besonderer Sorgfalt bedarf, sonst drohen feuchte Wände, Schimmel und schlimmere Bauschäden. Aus diesem Grund sollte man die Abdichtung und Feuchtigkeitsproblematik, bzw die Planung dieser Details IMMER IN DIE HÄNDE VON FACHLEUTEN GEBEN!

DER NEUBAU:
Bei einem Neubau gibt es verschiedene Möglichkeiten der Kellerabdichtung – wobei zwischen Vertikal- und Horizontalabdichtung unterschieden werden muss. Erstere sorgt dafür, dass kein Wasser seitlich durch die Wände eindringt, die andere, dass kein Wasser durch die Wand nach oben kriecht. Welches Abdichtungsverfahren genau für Ihren Keller in Frage kommt, muss über ein Baugrundgutachten ermittelt werden. In der Regel reicht dafür nicht aus, dass der Nachbar bereits eines hat erstellen lassen. Bei Ihnen können die Boden- und Wasserverhältnisse bereits ganz anders sein. Solch ein Gutachten gibt zum Beispiel Aufschluss darüber, ob eine teure Weiße Wanne nötig ist oder ob eine herkömmliche Kellerabdichtung ausreicht. Eventuell noch zusätzlich mit einer Drainageschicht. 
Horizontalabdichtung der Wand 
Eine Horizontalabdichtung ist auf jeden Fall notwendig, ganz gleich welche Methode für die Vertikalabdichtung der Wände zum Einsatz kommt. Die Horizontalabdichtung verhindert, dass Feuchtigkeit von unten im Mauerwerk oder betonierten Kellerwand durch Kapillarkräfte nach oben kriecht. Diese wird auf der Bodenplatte und unter den Mauer-Fundamentanschluss eingebaut. Manchmal wird noch eine zweite Horizontalsperre knapp oberhalb des Erdreichs vorgesehen. Sie soll verhindern, dass das von außen eindringende Spritzwasser durch das Mauerwerk nach oben steigt. 
Vertikalabdichtung der Wand 
Bei der Vertikalabdichtung handelt es sich um eine flächige Abdichtung der Kellerwände. Hierfür kommen verschiedene Materialien wie Bitumen, wasserundurchlässiger Beton, Betonit oder auch Kunststoff zum Einsatz. Nach der Farbe der Abdichtung unterscheidet man Schwarze, Weiße oder Braune Wanne. 
Weiße Wanne
Ergibt die Baugrunduntersuchung, dass ein gemauerter Keller mit Bitumenabdichtung nicht möglich ist, kommt in der Regel ein Keller aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) zur Anwendung. Hier spricht der Fachmann dann von Weißer Wanne. Weiße Wannen sind recht teuer, haben jedoch einige Vorteile gegenüber einem gemauerten Keller. So ist er belastbarer und ist bereits ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen in der Regel ausreichend dicht. Selbst bei Grundstücken mit hohem Grundwasserspiegel. 
Braune Wanne
Die Steigerung der Weißen Wanne ist die Braune Wanne. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn der Keller durch aufstauendes Sickerwasser oder drückendes Wasser belastet wird. Den Namen hat diese Abdichtungsart durch das verwendete braune Bentonit. Das Gestein besitzt eine hohe Quellfähigkeit und macht den Keller absolut dicht.
Grün wirkt nervenentspannend und lässt sich gut mit allen anderen Farben kombinieren. Das beste Beispiel bildet eine Blumenwiese. Der Träger, Stiel, Blätter einer Pflanze ist fast immer grün, während die Blüte in jeder Farbe erstrahlen kann.

DER ALTBESTAND: Keller nachträglich abdichten
Versagt die Kellerabdichtung nach einiger Zeit oder wurde dabei etwas falsch gemacht bzw. gepfuscht, müssen Sie den Keller nachträglich abdichten. Hierfür stehen Ihnen zahlreiche Methoden zur Auswahl. Ist die Vertikalabdichtung schadhaft, müssen häufig die Kellerwände frei gegraben werden. Der Keller kann dann mit Bitumen abgedichtet werden. Von innen ist ebenfalls möglich, aber das ist meist nur die zweitbeste Wahl. Eine nachträgliche Horizontalabdichtung ist hingegen auch von innen problemlos möglich.
Nachträgliche Vertikalabdichtung von innen
Insbesondere bei der Sanierung von Altbauten, kann der Keller häufig nur von innen abgedichtet werden. Solch eine Abdichtung ist allerdings nur ratsam, wenn es im Keller nicht zu feucht ist. Bei über 60 Prozent Luftfeuchtigkeit kann es zu Kondensation von Wasser an den Kellerwänden kommen. In der Folge fängt es an zu schimmeln – und das sollte auf jeden Fall vermieden werden. Es wäre mit der Innenabdichtung also nichts gewonnen, das Feuchtigkeitsproblem hätte sich nur verlagert. Die Innenabdichtung erfolgt zum Beispiel mit einer starren oder elastischen Dichtungsschlämme. Bei Dichtungsschlämme handelt es sich um eine Mischung aus Zement, Sand und Kunststoff, die in einem genau bestimmten Verhältnis mit Wasser angerührt wird. Sie kann hohem Wasserdruck widerstehen und ist zudem alterungsbeständig und frostsicher.
Nachträgliche Horizontalabdichtung von innen
Steigt Feuchtigkeit das Mauerwerk nach oben, ist eine mangelhafte oder fehlende Horizontalabdichtung häufig. In der Praxis werden die unterschiedlichsten Verfahren angeboten, die mehr oder weniger gut funktionieren. Sie sollten sich wirklich ganz genau vorher informieren und einen Experten zurate ziehen, der sich die feuchten Wände vor Ort anschaut. Nicht nur, dass manche Verfahren überhaupt nicht funktionieren, es gibt auch welche, die nur bei bestimmten Untergründen zu empfehlen sind. Hier einige Möglichkeiten im Überblick:
Mauersägeverfahren - Bei diesem Verfahren wird das Mauerwerk Meter für Meter aufgeschnitten und eine Platte aus Edelstahl oder PE-Fiberglas eingelegt. Die Platten müssen so miteinander verkeilt werden, dass keine Feuchtigkeit mehr das Mauerwerk nach oben wandern kann. Auch Folien werden auf ähnliche Weise in das durchfeuchtete Mauerwerk eingebracht.
Maueraustauschverfahren - Das Mauerwerk wird im Bereich des Bodens Stück für Stück entfernt, eine abdichtende Folie oder Bitumenbahn eingelegt und anschließend wieder zugemauert. Zugegeben es ist eine zeitaufwendige Arbeit und Sie sollten sich vorher unbedingt auch ein Gutachten eines Statikers holen, der Ihnen sagt, wie breit die zu entfernenden Mauerteile sein dürfen.
Einschlagen von Blechen - Beim Chromstahlblechverfahren werden gewellte Bleche in die Mauerfugen gerammt und somit der Aufstieg von Feuchtigkeit unterbunden. Das Chromstahlblechverfahren eignet sich insbesondere bei homogenen Naturstein- oder Ziegelwänden. Es eignet sich meist nur, wenn eine mehr oder weniger durchgehende Mörtelfuge vorhanden ist. Seit einigen Jahren werden Platten verwendet, die vorne angespitzt sind und sich somit leichter einschlagen lassen. Insgesamt hat sich das Verfahren bereits seit vielen Jahren bewährt.
Injektionsverfahren - Bei der Mauerwerksinjektion werden Löcher in die Wand gebohrt und verschiedene Materialien in die Wand injiziert. Das können Mittel mit porenverstopfender Wirkung sein oder hydrophobierende Injektionsverfahren. Die Mauerinjektionsverfahren mit porenverstopfender Wirkung sind mit Vorsicht zu genießen. So sind Harzsperren zum Beispiel recht dickflüssig, so dass es schwierig ist, die Flüssigkeit vollflächig in die Poren zu bringen. Verkieselungen zerfallen innerhalb weniger Jahre, so die Abdichtung nur zeitlich begrenzt funktioniert. Gelsperren schrumpfen, sobald das Mauerwerk austrocknet, es ist dann kein Schutz vor Feuchtigkeit mehr gewährleistet. Für Paraffinheißsperren muss das Mauerwerk auf 100°C erwärmt werden. Das führt zu Schäden bei bituminösen Abdichtungen.
Zu bevorzugen sind hydrophobierende Injektionsverfahren und hier insbesondere die Abdichtung mit Paraffinöl. Das Verfahren kann auch angewendet werden, wenn das Mauerwerk bereits komplett durchfeuchtet ist. Der Nachteil: Das Verfahren ist recht teuer. Allerdings haben Sie danach viele Jahre lang Ruhe in Sachen Feuchtigkeit.
Bohrkernverfahren - Beim Bohrkernverfahren werden nach und nach Bohrlöcher mit einem Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern in die Kellerwand gebohrt und mit einem abdichtenden Mörtel gefüllt. Die einzelnen Löcher müssen sich überlappen, damit eine durchgehende Sperrschicht entsteht.
Elektroosmoseverfahren - Bei der elektrophysikalischen Mauertrockenlegung wird das Mauerwerk mit Hilfe von Strom entfeuchtet. Das Verfahren ist relativ umstritten. Es geht im Prinzip um elektrische Felder und Magnetfelder, mit denen das Wasser dazu gebracht werden soll, das Mauerwerk zu verlassen.
Bodenplatte abdichten
Ist nicht die Kellerwand oder eine defekte Horizontalsperre für die Feuchtigkeit im Keller verantwortlich, kann es auch an einer undichten Bodenplatte liegen. Da man schlecht von unten an das Fundament kommt um es abzudichten, müssen andere Verfahren her. Zum Beispiel werden dafür Dichtungsschlämme oder eine Bitumenbahn verwendet. Gelangt Feuchtigkeit durch die Bodenplatte in den Keller, kann mit Dichtungsschlämme abgedichtet werden. Der Kellerboden muss hierbei zunächst von allen Bodenbelägen befreit und mit einem Ausgleichsestrich nivelliert werden. Anschließend werden die Dichtungsschlämme mit einer Dicke von etwa drei Millimetern aufgebracht.

Haben sie noch Fragen?
Sind Sie gerade mit einem ähnlichen Problem konfrontiert? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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Ausgabe 03/2019

Heute schon gepinsel? - Oder die Frage warum man sich in einem Raum wohlfühlt!

Eine wesentliche Rolle in der Raumgestaltung und somit Faktor des menschlichen Wohlbefindens nimmt die die Farbgestaltung in der Architektur ein.

Licht und Farbe
Licht und Farbe stehen eng beeinander. Licht beinhaltet Farbe, und zwar alle Farben des Spektrums. Spektrum? Das Spektrum lässt sich am besten mit dem Regenboden erklären: Im Regenbogen finden wir alle Fraben und Farbanteile des Sonnenlichtes wieder. Bestimmte Farboberflächen reflektieren nur einen Teil des Spektrums und unser Auge nimmt das Gesehene als Objekt der reflektierten Farbe wahr.
Soviel zur Theorie. Was bedeutet das? Farben werden je nach Lichteinfall und Beleuchtungsart unterschiedlich dargestellt, bzw wiedergegeben. Man muss also in der Farbwahl nicht nur auf die Farbwirkung achten, sondern auch auf die Beleuchtung der farblichen Objekte. Ein Indikator für die Qualität der Leuchte ist der Farbwiedergabewert. Dazu aber in einem anderen Bericht, indem wir uns mit Licht und Beleuchtung beschäftigen werden mehr.

Farblehre – ein Einblick
Fällt ein Sonnenstrahl in eine Seifenblase, oder einen Wassertropfen (Prisma), so wird er in die drei Grundfarben zerlegt: Rot, Gelb und Blau. Dies sind die Primärfarben aus denen sich alle Farben mischen lassen. Durch einmalige Mischung der Primärfarben erhält die 6 prismatischen Farben des Spektrums Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett. Diese Farben werden wir näher betrachten.
Halt! Da gibt es noch was Interessantes: den Farbenkreis. Der Farbenkreis, wie im Bild abgebildet, enthält die sogenannten Komplementärfarben. Mit ihnen kann man harmonische und angenehme Kontraste bilden. Die sich in der Pfeilrichtung gegenüberstehenden Farben, bilden angenehme Kontraste.

Wirkung der Farben in der Architektur
Farben erzeugen Wohlbefinden, Unlustgefühle, Aktivität oder Passivität. Die Raumwirkung der Farben geschieht durch ihre Impulskräfte. Orange hat die größten Impulskräfte, es folgen gelb, rot, grün und Purpur; Blau, Grünblau und Violet (kalte Farben) haben geringe Impulskraft.
Impulsreiche Farben sind für kleine Flächen, Impulsarme für große Flächen geeignet.

Warme Farben wirken aktiv, anregend und lassen einen Raum, Objekt kleiner erscheinen
Warme, helle Farben: oben wirken sie geistig anregend, von der Seite wärmend und nähernd, von unten leicht hebend
Warme, dunkle Farben: oben wirken sie würdevoll, von der Seite umschließend, von unten griff – und trittsicher
Kalte Farben wirken beruhigend und verinnerlichend. Sie lassen einen Raum größer erscheinen und vergrößern das Abstandsgefühl
kalte, helle Farben: oben wirken sie entspannend, von der Seite wegführend, von unten glatt, zum Laufen anregend
kalte, dunkle Farben: oben wirken sie bedrohend, von der Seite kalt und traurig, von unten beschwerend und herabziehend
Grün wirkt nervenentspannend und lässt sich gut mit allen anderen Farben kombinieren. Das beste Beispiel bildet eine Blumenwiese. Der Träger, Stiel, Blätter einer Pflanze ist fast immer grün, während die Blüte in jeder Farbe erstrahlen kann.
Weiss ist die Farbe der Reinheit, wirkt neutralisierend und löst verschiedene Farbgruppen voneinander. Die Farbe Weis bietet eine hervorragende Kulisse für jeden Farbton, neutralisiert die starken Farben und bietet gleichzeitig einen schönen, starken, aber harmonischen Kontrast

Das subjektive Kältegefühl kann durch Farbgebung beeinflusst werden. Test: Blau – blaugrün: Wärmeempfinden -3°C, Orange +3°C leichte Erhöhung des Blutdruckes und der Pulsfrequenz, bei richtiger Farbwahl und Komposition

Vorsicht ist bei den Primärfarben geboten: In ihrer Reinheit wirken sie sehr stark, kombinieren sollte man sie nur mit ihren Komplementärfarben, oder mit abgestuften Tönen der selben Farbe.

Grundsätzlich gilt: je weniger Farben sich in einem Raum befinden, umso ruhiger, harmonischer und wohltuender wirkt er.  

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Ausgabe 01/2019

Neues zum Landesraumordungsgesetz - Teil 1:
"Innen erleichtern, außen limitieren"

Stadelgesetz abgeschafft, neue Bauleitpläne, Siedlungsgrenze und andere Geister des neuen Landesraumordnungsgesetzes.

Das neue Landesraumordnungsgesetz, welches seit Juli 2018 in Kraft getreten ist und ab 01.Jänner 2019 anzuwenden ist, wirft viele Fragezeichen auf.
Heute beleuchten wir das sogenannte Stadelgesetz:
Das neue Gesetz zielt darauf ab, die Bautätigkeit, mit wenigen Ausnahmen innerhalb der Siedlungsgrenze zu verlegen. Die Zersiedelung soll so eingegrenzt und der Schutz der Landschaft Vorrang haben.

Das #Stadelgesetz: Wie war es bisher?
Landwirtschaftliche Gebäude mit wenigstens 400 Kubikmetern, die bei In-Kraft-Treten des Landesgesetzes vom 20. September 1973, Nr 38, bestanden, sich im landwirtschaftlichen Grün befinden und nicht mehr für die Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes gebraucht werden, können im Rahmen der bestehenden Baumasse, jedoch im Höchstausmaß von 2.000 Kubikmeter, in konventionierte Wohnungen umgewandelt werden, sofern die Gebäude vom nächsten verbauten Ortskern, weniger als 300 Meter entfernt gelegen sind. In Abweichung von Artikel 79 können sie für den Urlaub auf dem Bauernhof verwendet werden. Geschuldete Abgaben: primäre und sekundäre Erschließungsbeiträge = 8% des Landesbaukostenrichtwertes.

Was geschieht ab 01.Jänner 2019?
Das Stadelgesetz wird aufgehoben!
Was bedeutet das für landwirtschaftliche Kubatur die nicht mehr benötigt wird?
In Zonen außerhalb des noch zu definierenden Siedlungsgebietes, kann ab 2020, nicht mehr genutzte landwirtschaftliche Kubatur, nicht mehr in Wohnkubatur umgewidmet werden. (Das war auch bisher nur im Abstand von 300m zum, im Bauleitplan definierten, Ortskern möglich. Der Ortskern war jedoch eine eher weit gezogene Grenze.

Ausschlaggebend ist zukünftig die Siedlungsgrenze!
Sie soll bis 2022 festgelegt werden! Allerdings scheint es zur Zeit unmöglich diese Termine einzuhalten. Bis zur Erstellung dieser Siedlungszonen fehlen derzeit die Übergangsbestimmungen, d.h. es kann in dieser Phase kann keine landwirtschaftliche Kubatur umgewandelt werden.
Nach der Festlegung der Siedlungsgrenze, entsteht innerhalb der Siedlungszone für jede Zone die nicht als historischer Ortskern (Zone A), definiert ist, eine sogenannte Mischzone mit Durchführungsplan. Hier kann die Gemeindeverwaltung entscheiden, wie mit der bestehenden Kubatur zu verfahren ist. Die neu entstehende (weil umgewidmete) Kubatur, wird um Verhältnis 60:40 konventioniert (60% konventioniert, 40% frei). Halt...Ganz stimmt das nicht. Denn nicht nur die Gemeinde kann entscheiden: Während bisher Bauleitplan und Durchführungspläne die Vorschriften für die Bebauung enthielten, wird es in Zukunft zusätzlich noch ein gemeindeübergreifendes Gemeindeentwicklungsprogramm geben.
Eine große Aufgabe die unsere Verwaltungen zu bewältigen haben. Sie müssen den Bedarf an öffentlichen Diensten, Nahversorgungseinrichtungen, Arbeitsplätzen für Wirtschaft und Landwirtschaft, das Konzept für die Mobilität und das Tourismusentwicklungskonzept erarbeiten, leer stehenden Gebäude und ungenutzte erschlossene Flächen erheben und auch die Fristen für deren Wiederverwendung festlegen. Und nicht zuletzt müssen die Gemeinden auch ein Verzeichnis der ertragreichen landwirtschaftlichen Grundstücke erstellen.

Und noch eine kleine Präzisierung:
Was geschieht eigentlich zur Zeit mit landwirtschaftlicher Kubatur die sich zur Zeit im Ortszentrum, in einer Wohnbauzone A befindet und nicht mehr für die Bewirtschaftung genutzt wird?
Hier zählt primär nicht der #Stadelartikel, sondern die Durchführungsbestimmungen des Wiedergewinnungsplanes. Sieht dieser de Errichtung einer Wohnkubatur vor, so kann die landwirtschaftliche Kubatur als Wohnkubatur verwendet werden. Allerdings wird das umgewidmete Volumen im Verhältnis 60-40, oder je nach Situation auch 100% konventioniert.

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Ausgabe 02/2019

Neues zum Landesraumordnungsgesetz - Teil 2:
"Aufstockungen im landwirtschaftlichen Grün – was wird in Zukunft daraus"

Wie wir bereits im vorhergehenden Artikel lesen konnten, wird ab 01.Jänner 2020 das neue Landesraumordnungsgesetz angewandt werden.

Wir erklären einfach was zukünftig mit bestehenden Wohnungen im landwirtschaftlichen Grün geschehen soll.

Wie war es bisher?
So lautet das Gesetz: Wohngebäude, die am 24. Oktober 1973 bestanden haben oder für welche vor diesem Datum eine Baukonzession ausgestellt wurde, und die am 1. Oktober 1997 mehr als 300 Kubikmeter Wohnvolumen aufwiesen und sich bei Vorlage des Baugesuches im landwirtschaftlichen Grün befinden, können auf 850 Kubikmeter erweitert werden. Wohngebäude, die am 24. Oktober 1973 bestanden oder für welche vor diesem Datum eine Baukonzession ausgestellt wurde und sich bei Vorlage des Baugesuches im landwirtschaftlichen Grün befinden und am 1. Jänner 2000 mehr als 700 Kubikmeter aufwiesen oder für welche vor letzterem Datum eine Baukonzession für diese Baumasse ausgestellt wurde, können um 150 Kubikmeter erweitert werden.
Neue Kubatur, bzw. Wohnungen die neu geschaffen werden (mit Anwendung dieses Gesetzes) muss / müssen konvenzioniert werden.

Das heißt?
Wer ein Wohngebäude im landwirtschaftlichen Grün besitzt, welches schon vor dem Jahr 1997 bestanden hat, und eine Größe von min.300m³ aufgewiesen hat, kann bis zu 850m³ Gesamtkubatur, in jedem Fall aber mit zusätzlichen 150m³ erweitert werden, sofern diese Erweiterung nicht schon angewandt wurde. Wurde der Art. 16 schon einmal in den letzten Jahren angewandt, gilt die Obergrenze von 850m³. Entsteht eine neue Wohnung, auf Grund der Erweiterung ist diese zu konventionieren, bzw. für Urlaub am Bauernhof zu verwenden. Die Baukostenabgeben sind in jenem Fall nicht geschuldet.

Was geschieht ab 01.Jänner 2019?
Zukünftig spricht man nicht mehr von bestehenden Wohngebäuden im landwirtschaftlichen Grün, sondern von jenen außerhalb der Siedlungsgrenze (Was eine Siedlungsgrenze ist, kann im Art.1 Innen erleichtern, außen limitierten nachgelesen werden). So kann z.B. auch ein Wohngebäude in einer Gewerbezone erweitert werden, vorausgesetzt, dass der Durchführungsplan nichts „dagegen hat“.
Die Voraussetzungen für die Erweiterung sind die gleichen geblieben (300m³ vor dem Jahr 1997), allerdings können nun insgesamt 1.000m³ errichtet werden. Wer die Erweiterung noch nie angewandt hat und schon 1.000m³ besitzt darf zukünftig nicht mehr erweitern. Neu entstandene Wohnungen müssen konvenzioniert, oder für die Vermietung von Gästezimmern und möblierten Ferienwohnungen, nicht explizit Urlaub am Bauernhof, verwendet werden. 

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modular architecture - Dr. Arch. Manuela Dibiasi - Archtitekt und diplomierter Bauingenieur
Hans Feur Straße 44 / 39040 Tramin (Italy) / Mwstr.Nr. 02322880218
tel. +39 0471 863163 / mobil +39 339 1696352 / email: info@modular.bz.it


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